Auf Basis christlicher Werte
Pflege im Seniorenhaus St. Anna
- Wir respektieren die Würde des Menschen
- Wir nehmen jeden unserer Bewohner so an, wie er ist: mit all seinen sozialen, körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnissen
- Wir gestalten das Zusammenleben in unserem Haus in christlichem Miteinander
- Wir garantieren jedem unserer Bewohner die für ihn am besten geeignete fachliche Beratung, Betreuung und Pflege
- Wir dokumentieren unsere Arbeit umfassend und schaffen so Transparenz
- Wir versuchen, die Selbstständigkeit jedes Bewohners zu erhalten
Unsere Ziele der Pflege und Betreuung finden Sie hier.
Grundlage unserer Arbeit ist ein Pflegemodell, das wir auf der Basis christlicher Werte entwickelt haben. Elementare Bestandteile sind unter anderem:
- Praxisnähe
- Verständlichkeit
- Qualitätssicherung
- eine einheitliche Sprache
- Flexibilität in der Pflege
Gerne informieren wir Sie ausführlich darüber. Ihre Ansprechpartner für diesen Bereich sind unsere Qualitätsmanager Anselmo Knoblauch und Thomas Nauroth. Unser Pflegemodell finden Sie hier.
Zu jeder Bewohnergruppe gehören feste Pflegepersonen. So kann eine vertrauensvolle Beziehung entstehen. Angehörige und Ärzte eines Bewohners finden auf diese Weise außerdem verlässliche Ansprechpartner. Eine auf die Bedürfnisse jedes Bewohners zugeschnittene Pflegeplanung regelt den Pflege- und Betreuungsbedarf. Der gesamte Prozess wird von einer Pflegefachkraft begleitet.
Wohlbefinden stärken
Unsere Fachschwerpunkte
Immer mehr Menschen erkranken im fortgeschrittenen Alter an Demenz. Die Krankheit beginnt schleichend und wird oft verdrängt, zumal es derzeit keine Heilung gibt. Abbauprozesse im Gehirn schränken die Denkfähigkeit ein und verändern die Persönlichkeit. Der Betroffene verliert zunehmend seine Selbstständigkeit. Wichtig ist für ihn deshalb ein vertrautes und freundliches Wohnumfeld. Unsere Betreuung ist darauf ausgerichtet, den Betroffenen jene Wertschätzung zu vermitteln, die sie für ihr Wohlbefinden brauchen.
Seit 2006 führen wir in allen unseren Seniorenhäusern die so genannte „Erlebensorientierte Pflege“ (Mäeutik) ein. Dieses Betreuungskonzept wurde von Dr. Cora van der Kooij in den Niederlanden entwickelt. Es versucht, dem Schwinden der Persönlichkeit bei Demenzbetroffenen mit mehr Aufmerksamkeit, Nähe, Kontakt und Geborgenheit entgegen zu wirken. In speziellen Kursen werden unsere Mitarbeiter dafür geschult. Sie lernen, sich in den an Demenz erkrankten Menschen hineinzuversetzen und seine Bedürfnisse wahrzunehmen. Jeder Moment, in dem sich der Betroffene verstanden und angenommen fühlt, stärkt sein Selbstwertgefühl und sein Wohlbefinden.
Vor der Einführung haben wir das Betreuungskonzept in einem Modelprojekt intensiv erprobt. Ausführliche Informationen zum Modellprojekt "Sicherheit und Wohlbefinden im Alter - trotz Demenz" in den Seniorenhäusern St. Anna und St. Maria finden Sie hier.
"Früher war alles anders..."
Hinweise für Angehörige im Umgang mit demenziell veränderten Menschen. Erfahren Sie mehr
"Das mäeutische Alphabet. Orientierung im Begriffsdschungel"
Die Broschüre erklärt Kernbegriffe des mäeutisches Pflegemodells. Erfahren Sie mehr
Die palliative Pflege hat vor allem ein Ziel: die Lebensqualität unheilbar kranker Menschen zu steigern. Symptombehandlung geht in diesem Fall vor Ursachenbehandlung. Dafür steht das gesamte Spektrum der Schmerztherapie zur Verfügung. Unterstützt wird die palliative Pflege in unseren Häusern von Schmerzspezialisten und Hospizgruppen. Zurzeit werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Konzept weitergebildet.
Patientenverfügung 2.0 - Behandlung im Voraus Planen
Das Hospiz- und Palliativgesetz ermöglicht uns, allen kassenversicherten Bewohnerinnen und Bewohnern entsprechend des § 132g SGB V, die sogenannte „gesundheitliche Versorgungsplanung“ anzubieten.
Im Hintergrund dieses Angebotes steht das in einigen anderen Ländern schon etablierte Konzept Advance Care Planning (deutsch: Behandlung im Voraus planen – BVP).
Unser Anliegen ist, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner im Krankheitsfall medizinisch so behandelt und begleitet werden, wie sie das gerne möchten – auch dann, wenn sie sich selbst nicht mehr äußern können.
BVP ist ein kommunikativer Prozess zur Ermittlung und Dokumentation dieser Behandlungswünsche. Unsere qualifizierten Gesprächsbegleiter haben die Aufgabe durch Information und achtsame Gesprächstechnik den Betroffenen dabei zu unterstützen, seine Vorstellungen und Wünsche zu entwickeln. In der Regel sind zwei bis drei Gespräche notwendig. Die Einbeziehung der Bevollmächtigten/Betreuer ist hierbei von besonderer Bedeutung, ist es doch seine Aufgabe, bei Einwilligungsunfähigkeit des Betroffenen, dessen Willen zu vertreten.
Auch bei bereits einwilligungsunfähigen Personen (z.B. aufgrund einer fortgeschrittenen Demenz) ist es Aufgabe des Vertreters, die Behandlungswünsche oder den mutmaßlichen Willen des Betroffenen zu ermitteln und diesem zur Umsetzung zu verhelfen. Der Prozess des BVP unterstützt ihn hierbei.
Unsere Gesprächsbegleiter sind nach dem hohen Standard der Fachgesellschaft Advance Care Planning Deutschland qualifiziert.
Weitere Informationen sind zu finden auf der Homepage www.acp-d.org
Seit dem Wintersemester 2006/07 bietet die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar als erste Studieneinrichtung Deutschlands den Masterstudiengang „Pflegewissenschaft“ an. Dies ist nur ein Beleg dafür, wie stark sich der Pflegeberuf weiterentwickelt hat.
Forschungsinstitute sind wichtige Ansprechpartner für uns. Wir sind Kooperationspartner der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Hochschule Vallendar. In der wissenschaftlichen Zusammenarbeit setzen wir uns für eine praxisorientierte Pflegeforschung ein.